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Die Hattier waren ein altkleinasiatisches und vorindoeuropäisches Volk, das in der Landschaft Chatti in Kleinasien siedelte und deren Könige in der Zeit zwischen 2500 und 2000 v. Chr. regierten. Die Hauptstadt der Hattier war Hattusa. Als die indogermanischen Hethiter in dieses Gebiet einwanderten, lösten sie zwar den Staat der Hattier auf und übernahmen die Hauptstadt Hattusa als ihre Residenz, aber suchten mit den unterlegenen Hattiern einen friedlichen Ausgleich. Vieles von der Kultur und der Religion der Hattier blieb erhalten, so dass die neuen Herren von Chatti sogar als Hethiter allgemein bekannt wurden, ihr Eigenname hatte zuvor Nesa gelautet. Die Sprache der Hattier blieb neben dem Hethitischen noch längere Zeit in Gebrauch, kann jedoch heute nur noch aus hethitischem und assyrischem Sprachmaterial erschlossen werden. |
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