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Die Konso sind ein kuschitisches Bauernvolk in Süd-Äthiopien von etwa 60 000 Angehörigen, die hauptsächlich in der Provinz Gamu-Gofa südlich des Tschamosees ihre Siedlungsgebiete haben. Auf terrassierten Feldern wird intensiver Hackfruchtbau betrieben und Hirse und Baumwolle angebaut. Viehhaltung ist bei den Konso mit Stallfütterung verknüpft, denn die Kühe werden von ihnen nicht nur gemolken, sondern es wird ihnen täglich auch frisches Blut abgezapft, das der täglichen Ernährung neben der Milch dient. Die Konso wohnen in Dörfern, die durch Mauern geschützt sind. Jede Großfamilie wohnt innerhalb der Dorfeinfriedung in einem steinernen grasgedeckten Gehöft. Soziale Gegensätze kennen die Konso nicht, da alle Aufgaben und Funktionen in der Gesellschaft vier Altersklassen übertragen werden, die alle politische und richterliche Ämter innehaben. |
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