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Die Munduruku waren einst die gefährlichsten Indianer Südamerikas, sie gingen nicht nur auf Kopfjagd, sie griffen auch im 18. Jahrhundert die Städte der Protugiesen an, wie etwa Belem und Santarem. 1795 verbündeten sie sich mit der Kolonialmacht Portugal, führten in ihrem Auftrag Ausrottungsfeldzüge gegen feindliche Indianerstämme durch und beteiligten sich an SIdavenjagden und am Sklavenhandel. Erst im 19. Jahrhundert, teilweise christianisiert, ließen sie sich vornehmlich als Brandrodungsbauern am Rio Japajos in Brasilien und an seinen Nebenflüssen Cururu und Cadiriri nieder, wo sie Maniok und andere Nahrungs- und Nutzpflanzen anbauen. Die Sprache der heute rund 3000 Köpfe noch zählenden Munduruku gehört der Tupi-Guarani-Sprachgruppe an. |
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