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Gerhard Eisenblätter

 
     
 
Ihm war es gelungen, die leise Melancholie der ostdeutschen Landschaft mit dem Pinsel einzufangen - auch dann noch, als er sie längst schon nicht mehr erwandern und erfahren konnte. Aus der Erinnerung heraus entstanden viele Bilder des Malers Gerhard Eisenblätter nach dem Krieg. Seine Gemälde, Aquarelle und Pastelle zeugen von der besonderen Schönheit der ostdeutschen Landschaft.

"Ein wichtiges Anliegen ist Eisenblätter das Miteinander von Mensch und Landschaft, wie es sich thematisch ganz zwanglos mit Badenden am Meer anbot", ist in einem Katalog
zu lesen. "Dabei interessieren ihn weniger realistische Badeszenen als vielmehr ideale Kompositionen, statuarisch aufgebaute Einzelfiguren, komponierte figürliche Gruppen im klassischen Sinne."

"Sinnenerleben und Verstandeslogik" nannte der Kunsthistoriker Dr. Günter Krüger, ein Kenner des Eisenblätterschen Œuvres, die beiden Säulen, auf denen das Schaffen des ostdeutschen Malers ruht. In der Vereinigung dieser beiden Elemente liege ein wesentliches Merkmal Eisenblätterscher Malerei, ja die Wurzel. "Nur durch das Miteinander von Sinnenaufnahme und logisch gestalteter Verarbeitung wird Eisenblätters Malerei letztlich verständlich", so Krüger.

Gerhard Eisenblätter, vor 95 Jahren, am 28. Mai 1907, in Königsberg geboren, gehörte einer Künstlerfamilie an, deren Mitglieder mit ihrem Werk - jeder auf seine unnachahmliche Weise - ein Bild der Heimat gezeichnet haben. Wie sein Vater Wilhelm ließ er sich zunächst als Theatermaler und Bühnenbildner ausbilden, besuchte dann jedoch die Kunstakademie seiner Vaterstadt, um bei den Professoren Karl Storch d. Ä. und Fritz Burmann zu studieren. Dort lernte er auch seine spätere Frau, die Malerin Erika Laskowski kennen.

Seine erste Kollektivausstellung hatte Eisenblätter 1933 bei Riesemann & Lintaler in der Pregelstadt. Bald folgten Aufträge für öffentliche Gebäude; Wandmalereien und Glasfenster entstanden - eine Kunstrichtung, der sich der Königsberger auch nach dem Krieg erfolgreich widmete. So finden sich heute noch in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und in Nord-rhein-Westfalen Mosaike, Sgrafitti, Reliefs und plastische Gestaltungen von Gerhard Eisenblätter an öffentlichen Gebäuden. Sie künden neben den Gemälden, Aquarellen und Pastellen, die sich unter anderem auch im Ostdeutschen Landesmuseum in Lüneburg befinden, vom unermüdlichen Schaffen des ostdeutschen Künstlers. Gerhard Eisenblätter starb am 3. August 1975 in Lübeck.
 
     
     
 
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